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Skin, Skincare 16.02.2019

Die ewige Diskussion: Sonnenschutz und Vitamin D

Autor: Dr. Inja Allemann

Häufig und gerade in der Winterzeit werde ich gefragt: Was ist mit meinem Vitamin D-Spiegel, wenn ich jeden Tag Sonnencreme auftrage? Kriege ich so keinen Vitamin D Mangel?

Obwohl sie uns guttut und sich angenehm anfühlt, so ist die Sonne dennoch der grösste Feind unserer Haut. UV-Strahlung ist der Hauptübeltäter, wenn es um Hautalterung, das Entstehen von Fältchen und Falten, sowie Pigmentflecken geht. Noch viel wichtiger ist jedoch die Rolle von UV-Strahlung in der Entstehung von Hautkrebs. Mit jährlich 1900 neuen

Melanomerkrankungen und ca. 12’000 neuen Fällen an weissem Hautkrebs, ist Hautkrebs in der Schweiz die häufigste Krebserkrankung. Jährlich sind so 350 Todesfälle auf Sonnenstrahlung zurück zu führen.

Aus diesem Grund erkläre ich all meinen Patienten, dass ein täglicher Sonnenschutz obligatorisch ist. Seien dies junge Damen, die für eine ästhetische Behandlung zu mir kommen, oder ältere Herren, die zur Hautkrebsvorsorge kommen. Bei fehlender Hautkrebsvorgeschichte mit einem Sonnenschutzfaktor von 30 an Tagen mit bedecktem Himmel und 50 bei Sonnenschein. Patienten mit Hautkrebs in der Vorgeschichte sollten sich täglich mit einem Sonnenschutzfaktor von 50 schützen.

Häufig und gerade in der Winterzeit werde ich dann gefragt: Was ist mit meinem Vitamin D-Spiegel, wenn ich jeden Tag Sonnencreme auftrage? Kriege ich so keinen Vitamin D Mangel?

Hierzu ist folgendes zu wissen: Es ist tatsächlich so, dass die Sonne unsere wichtigste Vitamin D Quelle ist, denn durch Sonnenbestrahlung wird in der Haut Vitamin D gebildet. Um die körpereigene Bildung von Vitamin D auszulösen und die erforderliche Dosis zu erhalten, müssen Sie jedoch lediglich Ihre nackten Arme und Beine täglich 15-30 Minuten lang der Sonne aussetzen. Im Sommer und um die Mittagszeit reichen gar 10 Minuten. Also ist Sonnenschutz im Bereich des Gesichtes und Dekolletees unbedenklich und sollte Ihre Vitamin D Biosynthese nicht mindern oder gar verhindern. Wenn sich während der Wintermonate dennoch zu tiefe Vitamin D Spiegel einstellen, so kann Vitamin D auch in Tablettenform supplementiert werden. Hierzu gibt es unterschiedliche Empfehlungen, die von 800 bis 1000 internationalen Einheiten pro Tag reichen. Nicht zuletzt macht es Sinn Vitamin D-reiche Lebensmittel wie z.B. Milch, Fisch und Pilze zu sich zu nehmen.

In meinen Augen überwiegt der Vorteil von konsequentem Sonnenschutz, indem er v.a. die Entstehung von Hautkrebs verhindert, deutlich einem möglichen Vitamin-D-Mangel. Dieser kann, wenn nötig supplementiert werden.

Also vergessen Sie nicht, Ihre Sonnencreme aufzutragen und regelmässig Fisch auf Ihren Menüplan zu setzten.

 

 

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