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Neubildungen

Auch im Bereich der Hand kann es zu Neubildungen kommen. Diese können prinzipiell in jedem anatomischen Bereich wachsen. Es handelt sich häufig um gutartige Neubildungen, welche nicht immer operiert werden müssen. Wichtig ist hier eine gründliche Abklärung bevor die Diagnose gestellt werden kann.

Was sind Neubildungen?

Der Oberbegriff Neubildung wird in der Medizin gleichbedeutend mit Tumor verwendet. Dies führt bei nicht medizinisch vorgebildeten Personen häufig zu Angst und Verunsicherung, da es sich um vermeintlich lebensbedrohliche Erkrankungen handelt. Der Begriff Tumor steht jedoch korrekterweise für die neutrale Bezeichnung, dass sich Gewebe vermehrt oder neugebildet hat. Im Bereich der Hand sind solche Neubildungen aufgrund der schlanken Anatomie oft früh zu sehen.

Es gibt prinzipiell gutartige und bösartige Neubildungen, welche ein unterschiedliches biologisches Verhalten haben. Vereinfacht gesagt wachsen gutartige Neubildungen lokal verdrängend und machen keine Ableger, bösartige hingegen eher lokal zerstörend und können Ableger bilden. Dabei sind weitere biologische Eigenschaften und die Ausgangsgewebe sehr vielfältig, es kann also nicht von dem Tumor oder der Neubildung gesprochen werden. Unter dem Oberbegriff einer Neubildung sammeln sich vom einfachen weichen Überbein (Ganglion) über gutartiger Neubildung von Fettzellen (Lipom) bis zum lokal destruktiv wachsendem Weichteiltumor (Sarkom) viele Erkrankungen.

Handgelenksganglion

Wann ist eine Operation notwendig?

Wann eine Operation notwendig wird hängt wiederum von der Art der Neubildung ab. In gewissen Fällen kann auch ein beobachtendes Verhalten eingeschlagen werden. Das bedingt aber, dass eine sorgfältige Abklärung erfolgt. Am Anfang steht also die Diagnosestellung und basierend darauf wird das Behandlungskonzept erstellt. Manchmal sind Probenentnahmen notwendig um die richtige Diagnose zu stellen. Definitive Eingriffe können vom einfachen Rausschneiden und Zunähen bis zur komplexen Rekonstruktion von Knochen, Sehnen und Nerven reichen. Zudem ist bei bösartigen Neubildungen die Zusammenarbeit mit anderen Fachdisziplinen unabdingbar. Hier sind dann kombinierte Behandlungsstrategien mit Chemotherapie oder Bestrahlung notwendig. Glücklicherweise sind solche Neubildungen im Bereich der Hand nicht häufig.

Bin ich der richtige Kandidat?

Ob Sie der richtige Kandidat sind hängt wiederum von der Diagnose ab. Wenn Sie nur ein weiches Überbein (Ganglion) haben und wenig Schmerzen verspüren kann ruhig ein abwartendes Verhalten eingeschlagen werden. Bei Neubildungen der Haut (z.B. Basalzellkarzinom) ist in der Regel ein chirurgisches Vorgehen notwendig. Bei bösartigen Neubildungen ist die chirurgische Therapie komplexer. Gerne erläutern wir individuell die Diagnose und die entsprechende Therapieempfehlung im persönlichen Gespräch.

Was kann ich erwarten?

Das Ergebnis ist wiederum von der Diagnose und der Therapie abhängig. Bei einfachen kleinen gutartigen Neubildungen ist ein gutes bis sehr gutes Resultat mit kleiner Narbe zu erreichen. Bei grossen, komplexen Operationen wären solche Endresultate unrealistisch. Wiederum sind die zu erwartenden Resultate in der Sprechstunde genau zu erörtern. In jedem Fall sind bis zum Endresultat häufig Monate abzuwarten.

Was geschieht in der Sprechstunde?

Im Rahmen der Erstgesprächs werden wir versuchen die Diagnose zu stellen Dabei kommen neben dem Gespräch und der Untersuchung auch Bildgebungen zum Einsatz. Hier kommen in Abhängigkeit der Befunde verschiedene Bildgebungen wie Ultraschall Computertomografie oder Magnetresonanz zur Anwendung. Sofern es gelingt die Diagnose zu stellen wird ein Behandlungsplan erstellt. Manchmal ist die Entnahme einer Gewebeprobe notwendig um die Diagnose zu stellen. Dann wird in einem zweiten Schritt die definitive Behandlungsoption besprochen. Es erfolgt in jedem Fall eine ausführliche Aufklärung des geplanten Eingriffs.

Wie verläuft die Operation?

In Abhängigkeit der Strukturen welche von der Neubildung betroffen sind wird der Eingriff geplant. Bei einfachen Ganglien kann mittels einer direkten Exzision ein gutes Resultat erreicht werden. Sind bei bösartigen Neubildungen essenzielle Strukturen wie Sehnen, Knochen oder Nerven betroffen, sind komplexe Rekonstruktionen mit bis hin zum freien Gewebetransfer notwendig. Diese Eingriffe können von kurzen ambulanten bis hin zur mehrtägigen stationären Eingriffen reichen. In jedem Fall werden wir vorgängig mit Ihnen den Behandlungsplan besprechen.

Wie sieht die Nachbehandlung aus?

Da jeder noch so kleine Eingriff ein gewisses Komplikationsrisiko in sich birgt, sollten gewisse Massnahmen beachtet werden. Die ersten Tage werden Sie normale zeitgerechte Schmerzen verspüren, die mit Schmerzmitteln gut zu lindern sind. Bei grösseren Operationen sind stationäre Aufenthalte die Regel. Es erfolgen regelmässige Wundkontrollen um eine sichere Wundheilung zu ermöglichen. Je nach betroffener anatomischer Region ist zudem eine Ruhigstellung erforderlich. Eine handtherapeutische Begleitung zur Mobilisation kann ebenfalls angezeigt sein. Allen Nachbehandlungen ist das Ziel der möglichst frühen Bewegungen bei grosser Sicherheit und Schmerzfreiheit gemein. Die Nachbehandlung wird bereits im Erstgespräch angesprochen, so dass Sie die postoperative Phase auch bereits planen können und allfällige Hilfen für den Alltag und die Arbeitsunfähigkeit organisiert werden können.

Wie sind die Risiken?

Jeder noch so kleine Eingriff birgt ein gewisses Komplikationsrisiko, da eine Operation im weitesten Sinne immer zu Verletzungen von Gewebe führt. Eine Komplikation tritt nicht zwingend aufgrund eines Fehlers auf. Vielmehr reagiert der menschliche Körper individuell und hat gewisse Neigungen zu Komplikationen. Dabei dient das klärende Erstgespräch solche Neigungen anzusprechen und entsprechende Vorsichtsmassnahmen zu treffen.

Allgemeine Risiken einer Operation sind

  • Nachblutungen
  • Wundheilungsstörungen
  • Infektionen
  • Überschiessende Narben
  • Thrombosen
  • Embolien

Spezifische Risiken sind bei Neubildungen abhängig von der Diagnose, Grösse und Lokalisation der Operation. Gerne beraten wir Sie spezifisch im Rahmen der Operationsaufklärung.

Möchten Sie mehr erfahren?

Haben Sie den Eindruck Sie hätten eine Neubildung oder wurde bereits eine Diagnose gestellt?

Oft sind im Bereich der Hand und des Unterarms die Neubildungen aufgrund der anatomischen Begebenheiten relativ schnell und gut zu sehen. Nicht immer gehen Schmerzen oder Beschwerden damit einher, manchmal handelt es sich um ein rein ästhetisches Problem.

Gerne beraten wir Sie im Rahmen eines Erstgespräches auf Überweisung durch den Hausarzt oder direkt bei uns. Bitte beachten Sie, ob Sie in einem HMO oder sonstigen Hausarztmodell sind und informieren Sie Ihren Hausarzt. Im Rahmen des Erstgespräches werden wir die Diagnose zusammen erarbeiten und gegebenenfalls erste therapeutische Schritte einleiten. Eine Operation wird immer später erfolgen und sollte gut abgewogen werden.

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