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Arthrose

Der Mensch wird immer älter und damit sein Bewegungsapparat stärker und länger belastet. Es kommt zu Abnutzungserscheinungen der Gelenke, welche sich als Arthrosen manifestieren. Das Gelenk leidet unter Verschleiss und auch sein Knorpel wird abgenutzt. Prinzipiell ist das bei jedem Gelenk möglich, jedoch manifestiert sich die Abnutzung, abhängig von Alter und Geschlecht, an bestimmten Stellen häufiger. Anfangs zeigen sich Arthrosen in Form von Gelenkschmerzen und einem gewissen Steifigkeitsgefühl.
Da fast zu jedem Zeitpunkt eine gewisse Entzündungskomponente vorhanden ist, ist eine Abgrenzung zur reinen Gelenksentzündung nicht einfach. Die Arthrose tritt in der Regel eher im fortgeschrittenem Alter auf. Aber auch nach Unfällen in jungen Jahren können Menschen unter der Krankheit leiden.

Wann wird ein operativer Eingriff nötig? 

Häufig können die ersten Beschwerden mittels konservativer Massnahmen gelindert werden. Im Verlauf der Krankheit werden in manchen Fällen operative Eingriffe notwendig, welche die Schmerzfreiheit bei erhaltener Beweglichkeit ermöglichen. Hier gibt es eine grosse Vielfalt an Operationstechniken. Prinzipiell ist je nach Lokalisation der Arthrose ein Gelenksersatz oder eine Interpositionsplastik mittels Sehnen möglich. In gewissen Fällen ist eine Versteifung unumgänglich.

Da die Entzündung für die Schmerzen verantwortlich ist, wird häufig das Anfangsstadium am unangenehmsten empfunden. Deshalb gilt es, in dieser Phase vor allen Dingen die Schmerzen zu lindern. In der Regel gelingt das bereits ohne operative Maßnahmen. Kommen aber im Verlauf der Krankheit Bewegungseinschränkungen hinzu, was einen zunehmenden Leidensdruck bedeutet, kann eine Operation eine gute Lösung sein. Frühestens im Rahmen des Erstgesprächs werden wir abschliessend klären können, ob die Notwendigkeit für eine Operation besteht.

Beispiel einer Rizarthrose

Was kann ich nach einem Eingriff erwarten?

Da die Gelenkabnutzung ein dynamischer Prozess ist, welcher oft von zu- und abnehmenden Schmerzepisoden begleitet ist, hängen die Resultate stark vom jeweiligen Krankheitsstadium ab. Hinzu kommt, dass gewisse Gelenke schwieriger zu behandeln sind als andere. Gemein ist allen Behandlungen, dass sie eine deutliche Schmerzreduktion bei möglichst gut erhaltener Beweglichkeit anstreben. Um Ihnen trotz unvorhersehbarer Faktoren eine möglichst klare Vorstellung von dem zu erwartenden Resultat geben zu können, nehmen wir uns in der Sprechstunde besonders viel Zeit.

Was geschieht in der Sprechstunde?

Im Rahmen des Erstgesprächs werden wir die Diagnose bestätigen. Dabei kommen neben dem Gespräch und der Untersuchung auch Bildgebungen zum Einsatz. Oft reichen normale Röntgenbilder aus, um die Diagnose zu stellen. In seltenen Fällen kann eine Computertomographie hilfreich sein. Magnetresonanzuntersuchungen kommen in Ausnahmefällen und bei besonderen Fragestellungen zum Einsatz. Sollte die Arthrose nur wenig fortgeschritten sein, sind meist keine operativen Schritte notwendig. Je nach Krankheitsstadium werden wir einen Behandlungsplan erarbeiten, welcher Handtherapie, Infiltrationen und lokale Massnahmen beinhaltet.

Wie verläuft die Operation?

Da das Operationsgebiet klein ist und die postoperative Phase nicht schmerzintensiv ist, kann in der Regel ein Eingriff ohne Vollnarkose und ambulant durchgeführt werden. Die Eingriffe dauern je nach Gelenkregion und angewandter Technik zwischen 30 und 90 Minuten. Die genaue Operationstechnik werden wir anhand anatomischer Skizzen und Probeimplantaten gemeinsam mit Ihnen in der Sprechstunde festlegen.

Wie sieht die Nachbehandlung aus?

Da jeder noch so kleine Eingriff ein gewisses Komplikationsrisiko in sich birgt, sollten gewisse Massnahmen beachtet werden. Die ersten Tage werden Sie leichte Schmerzen verspüren, die mit Schmerzmitteln gut zu lindern sind. Eine gewisse Ruhigstellung mit Schienen ist in den ersten 10 Tagen meist empfehlenswert. Bereits in den ersten Tagen wird eine handtherapeutische Begleitung durchgeführt.
Je nach Gelenkregion und Eingriff wird nach einem bestimmten Protokoll diese begleitete Nachbehandlung durchgeführt. Allen Nachbehandlungen ist das Ziel der möglichst frühen Bewegungen bei grosser Sicherheit und Schmerzfreiheit gemein. Die Nachbehandlung wird bereits im Erstgespräch angesprochen, sodass Sie die postoperative Phase im Vorfeld planen können und anfallende Hilfen für den Alltag sowie einen Ersatz bei Arbeitsunfähigkeit organisieren können.

Wie sind die Risiken?

Jeder noch so kleine Eingriff birgt ein gewisses Komplikationsrisiko, da eine Operation im weitesten Sinne immer zu Verletzungen von Gewebe führt. Eine Komplikation tritt nicht zwingend aufgrund eines Fehlers auf. Vielmehr reagiert der menschliche Körper individuell und hat gewisse Neigungen zu Komplikationen. Das klärende Erstgespräch dient dazu solche Neigungen anzusprechen und entsprechende Vorsichtsmassnahmen zu treffen.

Risiken, die bei jedem chirurgischen Eingriff bestehen

  • Nachblutungen
  • Wundheilungsstörungen
  • Infektionen
  • überschiessende Narben
  • Thrombosen
  • Embolien

Eingriffsspezifische Risiken sind bei Arthroseeingriffen abhängig von der gewählten Technik. Gerne beraten wir Sie spezifisch im Rahmen der Operationsaufklärung.

Wollen Sie mehr erfahren?

Haben Sie den Eindruck Sie hätten eine Arthrose oder wurde bereits eine Diagnose gestellt? Gerne beraten wir Sie im Rahmen eines Erstgespräches auf Überweisung durch den Hausarzt oder direkt bei uns. Bitte beachten Sie, ob Sie in einem HMO oder sonstigen Hausarztmodell sind und informieren Sie Ihren Hausarzt.  Im Rahmen des Erstgespräches werden wir die Diagnose zusammen erarbeiten und gegebenenfalls erste therapeutische Schritte einleiten. Eine Operation wird immer später erfolgen und sollte gut abgewogen werden.

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